Grundlagen: Teilnahmeprozess
Das Internationale Jugendprogramm in Deutschland e.V.
Textnummer: 668700
Erstellt am 2009/04/13, zuletzt geändert am 2009/04/13
Der dritte Abschnitt des Handbuchkapitels „Philosophie und System“ stellt die Elemente des Teilnahmeprozesses vor, erläutert den Rahmen für die Wahl der Aktivitäten und listet die wichtigsten Teilnahmegrundsätze auf.
Das Internationale Jugendprogramm in Deutschland e.V.
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Der dritte Abschnitt des Handbuchkapitels „Philosophie und System“ stellt die Elemente des Teilnahmeprozesses vor, erläutert den Rahmen für die Wahl der Aktivitäten und listet die wichtigsten Teilnahmegrundsätze auf.
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Elemente
Der Teilnahmeprozess umfasst folgende Elemente:
Vorbereitung mit Auswahl der Aktivitäten und Festlegen des persönlichen Programms;
Ausbildung soweit erforderlich;
betreute Aktivitäten in den Programmteilen;
Gutachten mit Auswertung und Abschluss.
Der Erhalt des Begleithefts erfolgt vor dem Beginn der ersten Aktivitäten und markiert den persönlichen Start. Die jeweils spezifischen Abläufe sind bei den Programmteilen beschrieben, mit dem Teilnahmeprozess insgesamt befasst sich der Teilband „Programmarbeit“ des Handbuchs.
Aktivitäten
Um Anforderungen und persönliche Interessen, Ideen und Ziele möglichst gut zur Deckung zu bringen, können die Teilnehmer in jedem Programmteil entweder eine Aktivität aus der Auswahlliste wählen oder ein eigenes Programm entwickeln. Aktivitäten, die zu einem bestimmten Programmteil gehören (z.B. Yoga zu Fitness), dürfen nicht auf einen anderen (z.B. Talente) übertragen werden.
Die Gesamtverantwortung für die Überwachung der Qualität des Teilnahmeprozesses sowie der Sicherheit der Teilnehmer liegt beim Programmanbieter. Deshalb kann dieser bei Bedarf zu einzelnen Aktivitäten auch zusätzliche Leitlinien oder Sicherheitsbestimmungen erlassen. Neue Programme und Aktivitäten sind in Zusammenarbeit mit dem Programmanbieter zu entwickeln und müssen vom Koordinationsbüro genehmigt werden.
Teilnahmegrundsätze
Wahl der Aktivitäten. Die Teilnehmer wählen die Aktivitäten aus, die sie in den einzelnen Programmteilen durchführen wollen. Dabei sind Verfügbarkeit und Kosten zu beachten.
Grad der Herausforderung. Mit dem Programm entwickeln die Teilnehmer Eigenständigkeit; deshalb übernehmen sie im Prozess der Teilnahme auch immer mehr Verantwortung für ihr Programm. Der Grad der Herausforderung darf jedoch das natürliche Maß nie übersteigen und mit unrealistischen Erwartungen gar das Selbstvertrauen schwächen statt zu fördern. Leiter und Begleiter in den Programmteilen müssen deshalb sicherstellen, dass die Herausforderung den Fähigkeiten und der Reife des jungen Menschen angemessen ist.
Ganzheitlichkeit. Die große Flexibilität des Programms erlaubt es, junge Menschen dazu zu ermutigen, eine ausgewogene, ganzheitliche Kombination von Aktivitäten durchzuführen. Nur so kann es seine Wirkung richtig entfalten.
Eine Pause einlegen. Die Teilnehmer können die Aktivitäten für ihr Programm unterbrechen, wenn Umstände wie Prüfungen, Reisen oder Urlaub dazwischenkommen.
Wechsel der Aktivität. Wenn die Umstände es verlangen, dürfen die Teilnehmer die Aktivität in jedem Programmteil genau einmal zu einem beliebigen Zeitpunkt wechseln. Der Wechsel ist mit Zeitpunkt im Begleitheft zu vermerken.
