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Der Menüpunkt „Programm“ führt zu den zwölf Kapiteln des Online-Handbuchs, dem aktuellen Kompendium zum Internationalen Jugendprogramm. Schriftliche Auszüge finden sich unter „Medien“ in der Bibliothek zum Herunterladen.

 

Wildnisgebiet Südschwarzwald: Infoblatt

Das Internationale Jugendprogramm in Deutschland e.V.

Textnummer: 695200

Erstellt am 2010/06/10, zuletzt geändert am 2010/07/23

Diese Anleitung setzt den Lehrgang für Gutachter in Wildnisgebieten voraus. Links finden sich im Online-Info zum Wildnisgebiet. Weitere Informationen, insbesondere zu Biwakplätzen und Routen, enthält der Gutachterbereich im Intranet.

Das Internationale Jugendprogramm in Deutschland e.V.

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Diese Anleitung setzt den Lehrgang für Gutachter in Wildnisgebieten voraus. Links finden sich im Online-Info zum Wildnisgebiet. Weitere Informationen, insbesondere zu Biwakplätzen und Routen, enthält der Gutachterbereich im Intranet.

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Diese Anleitung setzt den Lehrgang für Gutachter in Wildnisgebieten voraus, Links finden sich im Online-Info zum Wildnisgebiet. Weitere Informationen, insbesondere zu Biwakplätzen und Routen, enthält der Gutachterbereich im Intranet.

 

Grundinformation

Wunderschöne Täler, herrliche Ausblicke, glasklare Seen, urige Dörfer und verwunschene Schwarzwaldhöfe - Willkommen im Südwesten Deutschlands, in der unerschöpflichen Vielfalt des Südschwarzwaldes.

Webseite des Naturparks Südschwarzwald

  1. Lage

    1. Das Wildnisgebiet ist identisch mit dem Naturpark Südschwarzwald (vgl. die interaktive Naturparkkarte auf dessen Webseite).

    2. Schluchsee und Feldberg liegen am Rande des Landkreises Breisgau-Hochschwarzwald.

    3. Die Kreis- und Universitätsstadt Freiburg ist von Schluchsee per Bahn erreichbar. Die Entfernung beträgt 50 km.

    4. Nächster Flughafen ist der EuroAirport Basel-Muhlhouse-Freiburg (über A3 und B500 gut 90 km).

  2. Entwicklung

    1. Das Wildnisgebiet Südschwarzwald wurde 2008 von der Schule Schloss Salem zum ersten Mal für Gold-Expeditionen benutzt und beim Pilot-Gutachterlehrgang „Schwarzwald 2009“ offiziell als Wildnisgebiet eingerichtet.

    2. Bisher haben 13 erfolgreiche Gold-Expeditionen (überwiegend der Schule Schloss Salem) im Wildnisgebiet Südschwarzwald stattgefunden.

    3. Es gibt 14 für das Wildnisgebiet zertifizierte Gutachter.

  3. Basislager

    1. Bereits mehrfach wurde Schluchsee als Basislager benutzt. Der Ort ist leicht per Bahn erreichbar und die Handys funktionieren.

    2. Die kostengünstigste Lösung ist der Zeltplatz – mit dem Nachteil, dass Betreuer und Gruppe(n) getrennt untergebracht sind. Links zu den mehrfach benutzten Unterkünften finden sich im Online-Info.

    3. Nahe Supermärkte gibt es außer in Schluchsee u.a. auch in Bärental und Bonndorf.

    4. In Schluchsee gibt es auch einen guten Outdoor-Laden.

    5. In vielen Geschäften, Restaurants und Tankstellen werden Kreditkarten nicht akzeptiert. Eurocard geht eigentlich immer.

  4. Themen

    1. Die Möglichkeiten für Expeditionsthemen im Südschwarzwald sind unbegrenzt. Nicht nur die Natur ist etwas ganz Besonderes, sondern auch der Mensch in ihr – zu erleben zum Beispiel geschichtlich an Glasträgerweg, Bergbau, Köhlerei oder der „Sauschwänzlebahn“ und vor allem natürlich an unterschiedlichen Schwarzwaldhöfen und deren heutiger Nutzung.

    2. Die Untersuchung von Schwarzwaldhöfen kann sehr viel Zeit beanspruchen und sollte deshalb ggf. im Rahmen einer Erkundung vorgenommen werden.

  5. Biwakplätze

    1. Die Liste der bisher benutzten sicheren Biwakplätze in der Nähe von Bauernhöfen umfasst derzeit 23 Einträge. Sie steht in aktueller Version im Gutachterbereich des Intranets zum Herunterladen bereit.

    2. Wie in allen Wildnisgebieten ist es üblich, dass Aufsichtsperson oder Gutachter den Bauernhof nach der Übernachtung besuchen und sich mit einem Geschenk und Informationen zu Gruppe und Programm bedanken.

 

Sicherheit

  1. Allgemeines. Wie bei allen Wildnisgebieten

    1. müssen die Teilnehmer einen Expeditionsausweis mitführen;

    2. sollte die Aufsichtsperson unbedingt auch selbst als Gutachter in Wildnisgebieten für den Südschwarzwald zertifiziert sein;

    3. liegt die Expeditionsjahreszeit zwischen Mai/Juni bis August/September*). Auch in dieser Zeit sind Schnee und Frost nicht auszuschließen und entsprechende Vorkehrungen unbedingt zu treffen;

    4. ist die Benutzung von Tarps statt Zelten nur bei besonders leistungsfähigen Gruppen*) möglich. In diesem Fall sind von der Gruppe mindestens zwei Tarps sowie Biwaksäcke für jedes Gruppenmitglied zu verwenden.

    5. muss das Basislager telefonisch erreichbar und nachts besetzt sein.

  2. Notfallhandy

    1. Vor allem in engeren Tälern (z.B. Wutachschlucht, Steinatal) funktionieren die Handys meist nicht. Dies ist bei der Notfallplanung zu berücksichtigen.

    2. In der Gruppe sollten mehrere Notfallhandys mit unterschiedlichen Netzen vorhanden sein. Jeder Betreuer muss ein Notfallhandy haben.

    3. Die Aufsichtsperson muss wissen, auf welchen Teilen der Route (insbesondere Prüfpunkten) sie per Handy erreichbar ist und wo nicht.

    4. Ist ein Biwakplatz nicht per Handy erreichbar, muss das Einverständnis des Bauern vorliegen, im Notfall dessen Telefon benutzen zu dürfen.

  3. Zahl der Betreuer und Transportmittel. Um bei Problemfällen handlungsfähig zu sein, sollten auch bei einer einzigen Expeditionsgruppe

    1. außer Aufsichtsperson und Gutachter zwei weitere Helfer im Betreuerteam vorhanden sein bzw. sich im Expeditionsgebiet aufhalten;

    2. zwei Fahrzeuge vorhanden sein.

  4. Zeckenschutz. Der Naturpark Südschwarzwald ist FSME-Risikogebiet. Hinweise zum Zeckenschutz finden sich im Online-Info.

 

Routenplanung

  1. Landkarten. Außer den topographischen Karten TOP 50 sowie den großformatigen Freizeitkarten im gleichen Maßstab eigenen sich auch die Wanderkarten des Schwarzwaldvereins im Maßstab 1:35.000 sehr gut. Details finden sich im Online-Info zum Expeditionsgebiet.

  2. Gesamtroute. Die Gesamtroute sollte unter Berücksichtigung des Themas so geplant werden, dass die zitierte Vielfalt des Südschwarzwald erlebt werden kann. Mit der großen Zahl von bereits erfolgreich genutzten Biwakplätzen ist das leicht möglich.

  3. Biwakplätze bei Bauernhöfen. Per Landkarte und Internet lassen sich vor allem abseits der touristischen Zentren leicht weitere Bauernhöfe finden und die Nutzungsmöglichkeit als Biwakplatz im Rahmen der Routenplanung klären. Wie bei allen Wildnisgebieten ist für jeden neuen sicheren Biwakplatz ist das entsprechende Formblatt aus der Formularsammlung auszufüllen und der Routenplanung beizulegen.

  4. Natürliche Routen und Wanderwege. Praktisch alle natürlichen Routen führen zumindest teilweise über Wanderwege des Schwarzwaldvereins. Das ist kein Problem, da Bedingungen wie die tägliche Mindestkilometerzahl oder das Umgehen von Ortschaften regelmäßige Wegwechsel erzwingen.

  5. Wald und Höhen. Um die Landschaft genießen und weitgehend auf Sicht navigieren zu können, sollten Routen möglichst oft auch außerhalb des Waldes verlaufen. Das gelingt oft besser in mittleren Höhen als „ganz oben“.

  6. Anstiege. Die Vorgabe, „durch“ statt „über“ die Berge zu wandern, ist im Südschwarzwald besonders wichtig, da sich sonst leicht tägliche Anstiege ergeben, die auch von leistungsfähigen Gruppen nicht zu meistern sind. Das Lesen von Höhenlinien und das Einrechnen von Anstiegen in die Etappenzeiten gehören zu den wichtigsten Fertigkeiten! Auch „flache“, natürliche Routen beinhalten im Südschwarzwald immer noch genügend Anstiege.

  7. Höhenwege und Schluchten. Routen auf großer Höhe (z.B. vom Feldberg zum Belchen oder umgehrt) oder durch die Wutachschlucht beinhalten ein besonderes Gefahrenpotenzial und dürfen nur besonders leistungsfähigen Gruppen zugenutet werden. Die Aufsichtsperson sollte dann entsprechend näher bei der Gruppe sein.

 

Standardprogramm

  1. Übersicht. Das Standardprogramm umfasst sieben Übernachtungen – drei vor der Tour, drei währen der Tour und eine nach der Tour. Gute Akklimatisierung und Erste-Hand-Information zum Wildnisgebiet sind dadurch sichergestellt. Details finden sich im ausführlichen Programm.

  2. Details. Nach der Anreise am Abend des ersten Tages wird am zweiten Tag mit einem Besuch „Haus der Natur“ am Feldberg und einer Ranger-Führung um und auf den Feldberg äußerst kompetent in die Natur im Südschwarzwald eingestimmt. Die Erfahrungen (insbesondere zum Thema) fließen am dritten Tag in die letzten Vorbereitungen ein. Am vierten Tag beginnt die Tour. Nach der Rückkehr am siebten Tag wird der Bericht vorbereitet; anschließend steht der Abschlussabend auf dem Programm. Einziger Programmpunkt am achten Tag ist die Rückreise.

 

*) Abweichungen sind bei Besonderen Naturunternehmungen möglich.