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Der Menüpunkt „Programm“ führt zu den zwölf Kapiteln des Online-Handbuchs, dem aktuellen Kompendium zum Internationalen Jugendprogramm. Schriftliche Auszüge finden sich unter „Medien“ in der Bibliothek zum Herunterladen.

 

Unternehmungen mit dem Fahrrad

Das Internationale Jugendprogramm in Deutschland e.V.

Textnummer: 714306

Erstellt am 2011/04/08, zuletzt geändert am 2011/06/21

Bei den folgenden Ausführungen handelt es sich um eine erste Fassung des Kapitels „Unternehmungen mit dem Fahrrad“ des Expeditionsführers. Es lehnt sich – wie alle anderen – eng an den britischen „Expedition Guide“ an.

Das Internationale Jugendprogramm in Deutschland e.V.

Textnummer:

Erstellt am: , geändert am:

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Bei den folgenden Ausführungen handelt es sich um eine erste Fassung des Kapitels „Unternehmungen mit dem Fahrrad“ des Expeditionsführers. Es lehnt sich – wie alle anderen – eng an den britischen „Expedition Guide“ an.

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Radfahren ist eine ausgezeichnete Möglichkeit, ein echtes Gefühl für Naturunternehmungen auf zwei Rädern zu erwerben und zu entwickeln. Von kurzen Tagestouren zu Beginn entwickelt man sich nach und nach zu den im Grundlagenband des Handbuchs auf S. 38 dargestellten Leistungsstandards des Internationalen Jugendprogramms. Mit den Chancen, sehr große Entfernungen zurückzulegen oder ganz neue Gebiete zu erkunden, eröffnet eine Tour mit dem Fahrrad dem Programmteil Expeditionen eine neue Dimension.

Dieses Kapitel bezieht sich auf Radexpeditionen in Wildnisgebieten, wie sie in den Leistungskriterien für die Goldstufe zwingend vorgeschrieben sind, da sie höchsten Anforderungen an das Team, die Aufsichtsperson und den Gutachter stellen. Eine Liste der Wildnisgebiete findet sich unter www.jugendprogramm.de/wildnisgebiete. Die Hinweise gelten sinngemäß aber auch für die einfacheren Umgebungen in ländlicher Umgebung (Bronzestufe) und in offenem Gelände (Silberstufe).

Ausgehend vom Thema der Unternehmung können die Gruppen je nach Vorliebe die Leistungskriterien auf ganz unterschiedliche Art und Weise erfüllen:

  1. Maximale Distanzen lassen sich mit dem Tourenrad auf befestigten Straßen erreichen.

  2. Abgelegenheit und Steigung versprechen Touren auf dem Mountainbike auf unbefestigten Wegen (die ja in Bezug auf die Kilometerleistung doppelt zählen).

  3. Wie bei allen Fortbewegungsarten ist auf der Silber- und Goldstufe eine Erkundung mit einem größeren zeitlichen Gewicht der Untersuchungen zum Thema möglich.

 

Fahrrad

Das Rad muss die richtige Größe und Form haben. Die Kosten sind immer ein Problem, aber man sollte innerhalb des vorhandenen Budgets immer das beste Rad kaufen. Oft ist ein gebrauchtes Rad mit hochwertigen Produkt-Spezifikationen die optimale Lösung, da dies in der Regel mit einer deutlichen Einsparung gegenüber dem Neupreis verbunden ist.

Ein guter Rahmen kostet Geld – aber er ist auch der „Motor“ des Gefährts, indem er auf den Fahrer und die Straße anspricht. Außerdem empfiehlt es sich, sich über Pedale, Räder und Reifen, Sitze, Bremsen, Getriebe und Kette zu informieren und in diese zu investieren. Wenn man verstanden hat, warum sie so teuer sind, ist man auch eher bereit, sorgsam mit ihnen umzugehen.

Ein Frauensattel ist breiter als ein Männersattel; deshalb sind Frauensättel teilweise auch für Männer besser geeignet, die einen breiteren Körperbau haben. Die optimale Sattelform hängt auch von der Fahrweise ab: nasenlose Sättel sind eher bei aufrechter Körperhaltung und beim Fahren in nicht allzu schwierigem Gelände geeignet. Bei den Reifen drückt der Pannenschutz „Puncture Guard“ eindringende Objekte hinaus.

Man sollte sich einige Zeit dafür nehmen, um örtliche Fahrradgeschäfte nach „Schnäppchen“ zu erkunden. Gerade zum Saisonende gibt es immer wieder gute Sonderangebote – und genauso oft stehen passende gebrauchte Räder zum Verkauf. Möglicherweise lässt sich sogar ein Preisnachlass aushandeln!

 

Kleidung

Wie bei Unternehmungen zu Fuß gibt es auch beim Radfahren eine riesige Auswahl an Bekleidung, Schuhen und Accessoires. Man sollte sich hierzu zunächst in den einschlägigen Darstellungen (vgl. Liste am Ende des Kapitels) schlau machen, dann bei Radsportfreunden im Einzelnen nachfragen und schließlich ein Fahrradgeschäft aufsuchen, um den oder die Artikel zu sehen, zu fühlen und auszuprobieren.

  1. Helme. Bei allen Radunternehmungen im Zusammenhang mit dem Internationalen Jugendprogramm (Ausbildung, Probetouren, Expedition) besteht unabhängig von der Bodenbeschaffenheit Helmpflicht. Dabei ist dafür zu sorgen, dass er die richtige Größe hat, bequem ist, richtig sitzt und den Sicherheitsstandards genügt.

  2. Mützen. Es gibt spezielle Fahrradmützen, die unter dem Helm zu tragen sind. Wie bei allen Aktivitäten in der Natur verliert der Körper auch bei Radtouren die Wärme über den Kopf.

  3. Schuhe. Für Radunternehmungen gibt es ein breites Spektrum von Mehrzweck-Sportschuhen. Viele unterstützen mit Hilfe einer Zwischensohle mit zwei unterschiedlichen Härten („Dual Density“) sowohl das Radfahren wie das Wandern bzw. das Bergaufschieben des Rads und können mit Pedalen ohne Klickvorrichtung oder mit Pedalhaken verwendet werden.

  4. Wasserdichte Jacken und Hosen. Beide müssen eng anliegen und zumindest die Jacke muss eine helle Farbe haben. Die Hose sollte einen hohen Rücken besitzen und zum Radfahren geschnitten sein.

  5. Winddichte Jacken, Trikots und Tragschichten. Wärme ist genauso wichtig wie Flexibilität und Trockenheit der Tragschicht am Körper. Es gibt eine Vielzahl unterschiedlicher Lösungen. Es empfiehlt sich ein Besuch im Radladen um zu sehen, was gerade im Angebot ist.

  6. Shorts und Hosen. „Langstreckenkomfort“ ist hier der Schlüssel; Shorts und Hosen müssen zum Radfahren geschnitten sein.

  7. Handschuhe. Diese müssen wind- und wasserdicht sein, um wärmen zu können und auch in der Kälte für ein angenehmes Fingergefühl zu sorgen. Bei Fahrten im Gelände müssen sie die Hände außerdem gegen harte Oberflächen abfedern.

Im Biwak wird die Kleidung dann in Richtung des „Freizeit-Standards“ gewechselt und – soweit möglich – die tagsüber benutzten Teile getrocknet und gelüftet.

 

Ausrüstung

Persönliche Ausrüstung und Expeditionsausrüstung sind für alle Expeditionen gleich. Es kann gut sein, dass bestimmte Teile wie Taschen oder Werkzeug ausgeliehen werden können. Statt des Rucksacks beim Wandern werden bei Radtouren Radtaschen verwendet, deren Fassungsvermögen im Schnitt niedriger ist. Umso mehr ist bei Ausrüstung und Verpflegung auf Gewicht und Volumen zu achten.

Alle Fahrräder müssen in einwandfreiem Zustand sowie geeignet und ausgerüstet sein für die Bedingungen, unter denen sie eingesetzt werden sollen: eine einfache Aussage, aber entscheidend, wenn die Expedition Freude bereiten soll! Sicher keinen Spaß macht es, auf der Expedition ein Fahrrad zu reparieren, das unzureichend gewartet oder mit schlechtem Zubehör ausgestattet wurde. Vorkommnisse wie Reifenpannen sind verständlich – und gehören zu jenen Dingen, die einfach passieren.

Lebensmittel und Ausrüstung müssen während der Expedition in Radtaschen mitgeführt werden, nicht auf dem Rücken. Bei einer Übungs-Tagestour genügt ein kleiner Tagesrucksack, wenn er nur leichte Gegenstände enthält. Große Packtaschen mit einer Kapazität von 40 Litern, die auf den Gepäckträger über dem Hinterrad passen, sollten für jede Expedition genügen. Packtaschen gibt es auch für Lenker und Vorderrad. Es ist wichtig, dass alle Riemen oder Haken, mit denen die Taschen am Gepäckträger befestigt werden, in gutem Zustand sind und keine Schäden oder Reparaturen aufweisen.

Das Gewicht muss mindestens mit der gleichen Konsequenz wie beim Wandern minimiert werden, das es immer ein Handicap ist. So müssen Rad und Taschen möglicherweise über Hindernisse gehoben oder auf sehr steilen Strecken geschoben werden. Wenn z.B. ein Zelt oder eine Isomatte auf dem Gepäckträger befestigt ist, müssen Bänder und Gurte für einen stabilen und sicheren Halt sorgen.

Der Tascheninhalt und alles, was auf dem Gepäckträger sitzt, müssen vor Feuchtigkeit geschützt werden, da sie sich in Bodennähe befinden und bei Nässe bespritzt werden. Bei allem Spaß, den das Queren einer Furt bereitet, sollte man das Gepäck und dessen Inhalt nicht außer Acht lassen.

Eines der wichtigsten Ausrüstungsteile ist das Werkzeug. Dazu gehören zum Beispiel:

  1. Flickzeug, Ersatzventil, Ersatzschlauch, Reifenheber und Luftpumpe;

  2. Ersatz-Bremsklötze und Ersatz-Bremszüge;

  3. Ersatz-Schaltzüge;

  4. Kettennieter;

  5. zwei oder drei Ersatzspeichen und ein Nippelspanner;

  6. für solche Reparaturen erforderliche Schraubenschlüssel, Inbusschlüssel, Zangen und Schraubendreher;

  7. einige Lappen und ein sehr kleiner Plastikbehälter mit einem flüssigen Waschmittel;

  8. ein „Krimskrams“-Säckchen mit unterschiedlichen Muttern, Schrauben, Unterlegscheiben und etwas dünnem Draht.

Die entscheidende Frage ist, ob man auch in der Lage ist, alle diese Werkzeuge zu benutzen um das aufgetretene Problem zu lösen. Aber selbst wenn man davon überzeugt ist, sollte man sich unbedingt die Zeit nehmen, um herauszufinden, wie jedes einzelne funktioniert und wie es am eigenen Fahrrad eingesetzt wird. In manchen Fällen braucht es nur etwas Erfindungsreichtum und das Problem zu lösen – und hier kommt oft auch das erwähnte „Krimskrams-Säckchen“ zum Einsatz. Eine gute Anlaufstelle sind Fahrradclubs und -läden; diese können möglicherweise sogar passende Trainingseinheiten zusammenstellen.

Ein weiterer wichtiger Aspekt in Bezug auf die Ausrüstung ist Sicherheit: kaum etwas ist schlimmer, als am Morgen aufzuwachen und festzustellen, dass ein Fahrrad gestohlen wurde. Fahrräder sind leicht beweglich und entsprechend leicht zu stehlen; zur Sicherung werden zum Beispiel Bügelschlösser, Faltschlösser, Kabelschlösser und Kettenschlösser verwendet. Wenn sich das Biwak bei einem Bauernhof befindet, können die Räder vielleicht in einem Schuppen sicher untergestellt werden.

 

Ausbildung

Die notwendigen allgemeinen Ausbildungsstandards sind im Stoffplan der jeweiligen Stufe im Teilnehmer-Logbuch bzw. in der Leitermappe dargestellt. Grundsätzliche Informationen zur Gestaltung der Ausbildung im Programmteil Expeditionen finden sich im gleichnamigen Kapitel des Expeditionsführers. Schlüssel zum Erfolg sind Ausbilder, die über Erfahrungen mit Touren in der von der Gruppe benutzten Technik (z.B. auf befestigten Wegen mit dem Tourenrad) verfügen.

Bezüglich der Fortbewegungsart ist bei Unternehmungen mit dem Fahrrad folgende Zusatzausbildung erforderlich:

  1. Grundausbildung Radfahren (Lehrplan der Verkehrswacht – soweit erforderlich);

  2. Regeln und Verhalten im Straßenverkehr;

  3. Pflege und Reparatur des Fahrrads;

  4. Beladen des Fahrrads mit der Ausrüstung für die Expedition;

  5. Fahren mit dem beladenen Rad;

  6. Techniken für das Fahren auf unbefestigten Wegen (falls erforderlich).

 

Grundausbildung Radfahren

In der Regel ist dieser Schritt bereits in der Grundschule erledigt, z.B. in Zusammenarbeit mit den Jugendverkehrsschulen der Polizei, die auch die theoretische und praktische Radfahrprüfung (Fahrradführerschein) abnimmt. Die Verkehrswacht bietet auf ihrer Medien-Webseite eine Fülle von Materialien zum Herunterladen, die zum Wiederholen auch für Ältere interessant sind.

 

Regeln und Verhalten im Straßenverkehr

Über die Grundausbildung hinaus sind nun alle für Radunternehmungen relevanten Vorgaben der StVO zu vermitteln. Übersichten hierzu finden sich zum Beispiel auf der Webseite des ADFC.

Wichtige Regeln sind nach ADFC:

  1. sicher fahren, d.h. unbedingt StVO beachten;

  2. Radwege meiden, wenn sie Benutzung nicht vorgeschrieben und die Straße besser und sicherer ist;

  3. Gehwege sind tabu;

  4. ausreichend Abstand zum rechten Fahrbahnrand;

  5. eindeutig und berechenbar fahren;

  6. mit Fehlern anderer rechnen;

  7. regelmäßige Überprüfung des Fahrrads.

Das Telefonieren ist übrigens beim Radfahren ebenso verboten wie beim Autofahren!

 

Pflege und Reparatur des Fahrrads

Nur auf sorgfältig gepflegte Zweiräder ist Verlass; deshalb ist der Wartungskurs ein elementarer Bestandteil des Ausbildungsprogramms. Je mehr vom Rad abverlangt wird (zum Beispiel im Gelände), desto mehr Aufmerksamkeit und Sorgfalt benötigt es. Die Ausbildung muss vor allem dazu befähigen, dass die Gruppe technische Probleme, die unterwegs am Rad auftreten, eigenständig lösen kann.

Alle Mitglieder der Expeditionsgruppe müssen in der Lage sein,

  1. ihr Fahrrad zu reinigen und zu ölen;

  2. Reifen zu flicken und insbesondere auch das Vorderrad auszuwechseln;

  3. Bremsgummis und abgenutzte Bremskabel zu richten und auszuwechseln;

  4. die Fahrradkette zu erweitern bzw. zu verkürzen und gerissene Ketten zu reparieren;

  5. die Kettenschaltung einzustellen;

  6. Radtaschen und Gepäckträger zu reparieren;

  7. defekte Radspeichen auszuwechseln.

 

Beladen des Fahrrads mit der Ausrüstung für die Expedition

Beim Beladen des Fahrrads kommt noch mehr als beim Rucksack die Physik ins Spiel:

  1. Trotz der Beladung muss das Rad noch sicher gefahren und gebremst werden können. Die Last muss dazu nicht nur deutlich unterhalb der Obergrenze liegen, sondern auch zwischen Hinter- und Vorderrad verteilt werden. Ob ein Verhältnis von 3 : 2 wirklich ideal ist, muss die eigene Erfahrung zeigen.

  2. Das Vorderrad kann genutzt werden, indem Taschen mit Lowridern an der Gabel befestigt werden. Diese vermeiden die negativen Auswirkungen herkömmlicher Vorderradgepäckträger auf die Richtungsstabilität beim.

  3. Hohe Massen (Werkzeuge, Ersatzteile) sind prinzipiell so tief wie möglich zu verstauen, sperrige und leichte Gegenstände wie eine Isomatte hingegen kommen oben hinter den Fahrer.

Fahrradanhänger eignen sich für Expeditionen insbesondere in Wildnisgebieten nur schlecht.

 

Fahren mit dem beladenen Rad

Wie beim Wandern muss der Großteil der Ausbildung „unter voller Beladung“ stattfinden – zunächst, um die optimale Technik zu finden; danach, um sich darin die erforderliche Routine und Sicherheit zu gewinnen. Für Probetouren ist dies selbstverständlich. Das Ausbildungsprogramm ist deshalb entsprechend zu planen.

 

Techniken für das Fahren auf unbefestigten Wegen

Techniken für das Fahren auf unbefestigten Wegen sind natürlich vor allem bei Toren mit dem Mountainbike zu vermitteln; diese sind auch hier von Anfang an praktisch zu vermitteln.

 

 

Weitere Hinweise

  1. Fitness. Regelmäßiges Radfahren ist die wichtigste Vorbereitung auf die Unternehmung, wobei die Leistungsanforderungen im Training den Expeditionsbedingungen entsprechen sollten. Dies beinhaltet Berg- und Geländefahrten sowie die Fahrt mit Gepäck.

  2. Sicherheit

    1. Jedes Gruppenmitglied muss mit einem voll beladenen Rad gut umgehen können.

    2. Während der Unternehmung sollte die Gruppe stets in einer Reihe fahren, mit einem Abstand von mindestens jeweils zwei Radlängen zwischen den Gruppenmitgliedern, der bergab oder in schwierigem Gelände auf bis zu dreißig Meter zu erweitern ist.

    3. Die Gruppenmitglieder sollten sich durch helle Kleider und Reflektoren an den Gepäckträgern gut sichtbar machen.

  3. Verantwortliches Fahrverhalten

    1. Bei der Benutzung von Fahrrädern im Zusammenhang mit dem Internationalen Jugendprogramm müssen die gesetzlichen Vorschriften sowie allgemeine Verhaltensregeln stets eingehalten werden; die Teilnehmer begegnen anderen Menschen mit größtmöglicher Achtsamkeit und Entgegenkommen.

    2. Verantwortliches Fahrverhalten beinhaltet die folgenden Punkte:

      1. Auf vollen Strecken langsam fahren;

      2. Beim Überholen Achtsamkeit und Entgegenkommen zeigen;

      3. Den Weg mit Anderen teilen, Fußgängern und Pferden ausweichen;

      4. Bei gesperrten oder stark vermatschten Wegen die Route (in Absprache mit Gutachter & Aufsichtsperson) ändern;

      5. Auf dem Weg bleiben und nicht mehr Platz beanspruchen als nötig.

  4. Routenplanung

    1. Die Expeditionsroute sollte aus Nebenstraßen, Fahr-, Feld- und Reitwegen bestehen. Hauptstraßen und belebte Ortschaften sind zu meiden (die Durchquerung kleinerer Ortschaften lässt sich oft nicht vermeiden).

    2. Das richtige Abschätzen der Reisegeschwindigkeit ist der schwierigste Teil der Expeditionsplanung und entscheidend für den Erfolg einer Unternehmung. Dabei ist auch die stimmige Mischung von reiner Reisezeit und Zeit, die auf Arbeiten am Thema verwandt wird, zu beachten. Einer Gruppe, die Training und Probeunternehmungen gemeinsam durchlaufen hat, wird dies leichter fallen.

    3. Für die Reisegeschwindigkeit gelten folgende Richtwerte: auf Routen mit Fahrbahnbelag 12-15 km/h; auf Feldwegen und Pfaden 4-5 km/h. Was eine angenehme Geschwindigkeit ist, hängt aber stets von vielen Faktoren ab: Ist das Gelände hügelig oder schwierig zu navigieren? In welchem Zustand ist der Weg? Wie viel Zeit muss auf das Thema verwandt werden?

    4. Es werden Karten im Maßstab von 1: 25.000 oder 1: 50.000 verwendet. Abhängig vom Expeditionsthema kann der Gebrauch verschiedener Maßstäbe oder ein anderer Maßstab nötig sein.

  5. Aufsicht. Expeditionen auf dem Rad sind eine besondere Expeditionsform. Die Aufsichtsperson muss sowohl aus Sicht des Programmanbieters als auch der Teilnehmer ein erfahrener Radfahrer sein: Beide Instanzen müssen während der Unternehmung womöglich Probleme lösen und Entscheidungen fällen, die nicht nur sie selbst, sondern auch die Fahrräder betreffen.

  6. Gutachten. Für den Gutachter stellt die besondere Fortbewegungsart (abgesehen von den großen Distanzen, die auf der Silber- und Goldstufe zurückzulegen sind) an sich kein Problem dar. In vielen Gutachterpools gibt es sehr erfahrene Radfahrer, die sich auf diese Fortbewegungsart spezialisiert haben.

 

Nützliche Links

  1. http://www.adfc.de/

  2. http://www.auf-nach-mv.de/index.php?strg=42_44&baseID=228

  3. http://www.eesc.europa.eu/resources/docs/bikelexicon_de_web.pdf

  4. http://bikesport.de/

  5. http://www.biketrekking.de/

  6. http://www.biketrekking.de/wissen/index.shtml

  7. http://www.deutsche-verkehrswacht.de/home/projekte-und-aktionen/jugendverkehrsschulen.html

  8. http://www.fahrradlexikon.de/

  9. http://www.fahrradreisen.de/

  10. http://www.fahrradreparatur.net/

  11. http://fahrrad.wikia.com

  12. http://www.radatlas.de/

  13. http://www.rad-net.de

  14. http://radmeile.de/

  15. http://www.verkehrswacht-medien-service.de