Trainerrichtlinien
Das Internationale Jugendprogramm in Deutschland e.V.
Textnummer: 729801
Erstellt am 2011/11/20, zuletzt geändert am 2011/12/07
Die folgenden Ausführungen bauen auf der Anleitung „Multiplikatoren: Allgemeine Grundsätze“ auf und setzen diese zum Verständnis voraus. Sie dienen gleichzeitig als Ausgangspunkt und Rahmen für die Ausarbeitung der Sitzungsanleitungen zum Grundlehrgang für die Trainermappe.
Das Internationale Jugendprogramm in Deutschland e.V.
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Die folgenden Ausführungen bauen auf der Anleitung „Multiplikatoren: Allgemeine Grundsätze“ auf und setzen diese zum Verständnis voraus. Sie dienen gleichzeitig als Ausgangspunkt und Rahmen für die Ausarbeitung der Sitzungsanleitungen zum Grundlehrgang für die Trainermappe.
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Trainer
Rahmen
Trainer unterstützen den Lehrgangsleiter des Trägervereins bei der Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von Grundlehrgängen und führen Gold-Seminare in Absprache mit dem Trägerverein eigenständig durch. Voraussetzung hierfür ist, dass die Bedeutung der Lehrgänge und Seminare und speziell des Grundlehrgangs im Hilfesystem des Trägervereins (vgl. dessen Darstellung im Programmarbeitsband) und die methodischen Lehrgangsgrundsätze verstanden sind. Um in Übung zu bleiben, sollte möglichst jährlich an einem Grundlehrgang mitgewirkt werden.
Wie beim Programm selbst geht es auch beim Grundlehrgang in erster Linie darum, für eine Umgebung zu sorgen, in der sich die Teilnehmer die Inhalte des Programms aneignen und dessen Geist erfahren können. Außer „Talente“ in den Sitzungen gibt es „Dienst“ bei der Selbstorganisation des Kurses, eine mehrstündige „Mini-Expedition“ in die Natur und bei einigen Spielen sogar ein wenig „ Fitness“ – und die Trainer tun grundsätzlich nichts, was die Teilnehmer auch selbst machen könnten. Der Grundlehrgang ist ein Lehrgang DER und nicht FÜR DIE Teilnehmer.
Kompetenzen
Entsprechend der Zielsetzung des Grundlehrgangs müssen die Trainer weniger Inhalte selbst präsentieren als vielmehr den Teilnehmern „Hilfe zur Selbsthilfe“ leisten. Dies geschieht im Wesentlichen, indem sie
in Sitzungen (inkl. Spiele) sowie zu verwendende Medien einführen;
Teilnehmer(gruppen) bei Lösung von Arbeitsaufträgen unterstützen;
gute Lösungen und Ansätze für gute Praxis auf der einen Seite sowie Unklarheiten, Fehler und Verbesserungspotenziale auf der anderen Seite identifizieren und herausstellen;
Sitzungsergebnisse zusammenfassen.
Die bei weitem anspruchsvollste Aufgabe ist das „Identifizieren und Herausstellen“. Hierzu
muss sehr aufmerksam beobachtet und zugehört werden;
ist ein wirklich breites und aktuelles Wissen, tiefes Verständnis und echte Verpflichtung an die Sache erforderlich, um jederzeit „aus dem Stand“ richtig reagieren zu können und zu wollen;
ist ggf. Courage und Geschick erforderlich, um unbequeme Erkenntnisse und Kritik wirkungsvoll zu vermitteln.
Vorgaben und Hilfen
In der Tätigkeit als Trainer sind folgende Vorgaben für Lehrgänge und Seminare zu beachten:
die Kriterien für Programmanbieter, die Lehrgangsordnung, die Vorgaben zum Informations- und Kommunikationsprozess sowie die Darstellung des dreistufigen Lehrgangssystems im Programmarbeitsband;
die Anleitungen Bedingungen für Lehrgänge und Seminare und Hinweise für Ausrichter in der Leitermappe.
Der Grundlehrgang ist unter www.jugendprogramm.de/grundlehrgang, in der Leitermappe sowie in den Ausschreibungsblättern (Kopiervorlagen) im Detail (inkl. Standard-Stundenplan) beschrieben. Die Anleitungen zur Durchführung sind in der Trainermappe Grundlehrgang zusammengefasst; diese wird in den regelmäßigen Trainertagungen kontinuierlich weiterentwickelt.
Bezüglich der Seminarspiele sollte jeder Trainer für die unterschiedlichen Anlässe und Zielsetzungen nach und nach ein eigenes Repertoire entwickeln, auf das er jederzeit zurückgreifen kann. Eine umfangreiche Handbibliothek findet sich in der Alten Bahnmeisterei.
Grundlehrgang
Grundsätze
Zielsetzung. Der Grundlehrgang vermittelt das für die praktische Arbeit mit Programm und Teilnehmern notwendige Grundverständnis des Programms, bereitet auf die Gestaltung des Programmteils Expeditionen auf der Bronze- und Silberstufe vor und führt in die wichtigsten Arbeitshilfen und Medien ein. Inhaltliche Grundlage ist das Programmhandbuch (Grundlagenband), das von jedem Teilnehmer benötigt wird. Methodisches Leitprinzip ist „Learning by doing“.
Dauer. Der Grundlehrgang dauert 2,5 Tage mit 2 Übernachtungen und umfasst 21 Lehrgangsstunden.
Elemente und ihre Ziele (als Unterpunkte aufgelistet)
Ankommen
Gastlicher Empfang
Sicherstellen der Unterkunft
Abschluss der Teilnehmerliste
Verkauf fehlender Handbücher
Einführung
Begrüßung
Information über Lehrgangsziel, Methodik, Gesamtprogramm, Materialien/Unterlagen (inkl. Büchertisch) und Organisatorisches
Kennenlernen
Philosophie und System
überprüftes Verständnis von Motto, Programm insgesamt, Programmteilen und dem System der Programmarbeit
praktischer Umgang mit Handbuch, Teilnehmer-Logbuch, Expeditionsführer und Leitermappe
Programmteil Expeditionen
überprüftes Verständnis der Grundsätze des Programmteils, des Teilnahmeprozesses sowie der unterschiedlichen Betreuerrollen
Vermittlung grundlegender technischer Kenntnisse
Selbsterfahrung von Planung, Durchführung und Auswertung einer Unternehmung (inkl. Expeditionsbericht)
Gestaltung von Teilnahmeprogrammen
Kennenlernen der Arbeitshilfen und -blätter zur Gestaltung von Teilnahmeprogrammen via „Learning by doing“
Verstehen der Kette Verstehen der Prinzipien des Programmteils – Festlegen auf eine der vorgegebenen Aktivitätengruppen – Wahl einer Aktivität (mit Hilfe der Auswahlliste) – Bestimmen des persönlichen Programms (mit den Planern) über das Design „virtueller Programme“
Wissen, wie man den Programmentwurf mit Hilfe der „Zielscheibe“ in Bezug auf den Grad der Herausforderung bewerten kann (ggf. aus zwei Perspektiven)
Gold-Teilnehmer: Entwicklung „echter“ Programme und Registrierung
Entwicklungsplan
Zusammenführen des bisher Gelernten mit den örtlichen Gegebenheiten in das Bild des eigenen „Jugendprogramm-Hauses“
Nach Möglichkeit Berücksichtigen der „Organisatorischen Säulen“
Online-Verwaltung und Internet
Verständnis der Grundfunktionen der Online-Verwaltung (vor allem des Elektronischen Begleithefts und der Lehrgangsverwaltung) sowie Herausstellen des Datenschutzes
Darstellen des Intranet als Austausch- und Kommunikationsplattform
Darstellen der wichtigsten Funktionen (NETZWERK, Kalender, Shop) der öffentlichen Webseite.
Spielerische Übungen
Kennenlernen
Auflockern
Feedback
Interaktion
Schlussreflexion
Feedback
Ausblick
Abschluss
