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Der Menüpunkt „Programm“ führt zu den zwölf Kapiteln des Online-Handbuchs, dem aktuellen Kompendium zum Internationalen Jugendprogramm. Schriftliche Auszüge finden sich unter „Medien“ in der Bibliothek zum Herunterladen.

 

Programmentwicklung: Übersicht der Komponenten

Das Internationale Jugendprogramm in Deutschland e.V.

Textnummer: 708107

Erstellt am 2011/01/16, zuletzt geändert am 2011/01/20

Unabhängig voneinander entschieden sich im Oktober 2009 die Internationale Assoziation und der Trägerverein für das von über 30000 Organisationen genutzte EFQM-Modell 2010 als Entwicklungsplattform. Seine drei Komponenten sind die Leitprinzipien der Qualität, die RADAR-Logik der Leistungshinterfragung und die Grundstruktur des Managementsystems.

Das Internationale Jugendprogramm in Deutschland e.V.

Textnummer:

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Unabhängig voneinander entschieden sich im Oktober 2009 die Internationale Assoziation und der Trägerverein für das von über 30000 Organisationen genutzte EFQM-Modell 2010 als Entwicklungsplattform. Seine drei Komponenten sind die Leitprinzipien der Qualität, die RADAR-Logik der Leistungshinterfragung und die Grundstruktur des Managementsystems.

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I am delighted to see the Award in Germany is incorporating the European Foundation for Quality Management (EFQM) Excellence Model into its Award Management Course. As chairman of Midlands Excellence as well as a former governor of the EFQM I am naturally a strong advocate of the model which is a non-prescriptive self-assessment framework that can be used to gain an objective overview of any organisation regardless of its size, sector or maturity. The benefits of the Excellence Model are numerous but include continuous improvement and the achievement of first class results. The model enables users to see the link between strategy and operations but also provides input that helps leaders build a common direction and understanding amongst everyone involved in organisations using this valuable tool. In the case of the German Award their management course participants highlighted how the model can be used to produce effective development plans for their Award units and operating authorities.

Alan Jones, International Trustee and Chairman of the EMAS Regional Advisory Board

 

Während das britische Handbuch seit 1994 als Basis für den Grundlehrgang und seit 1997 auch für das Handbuch (seit 2010: Grundlagenband) dient, gab es für den Leitungslehrgang bzw. das Management des Programms (und damit den Programmarbeitsband) bis 2009 keine gleichwertige „offizielle“ Referenz. Der Trägerverein hatte sich vor diesem Hintergrund gerade für das organisationsunabhängige und weltweit anerkannte EFQM-Modell 2010 entschieden, als die Internationale Assoziation beim 10. Internationalen Forum im Oktober 2009 in Sydney (Australien) das EFQM-basierte Quality Assurance Framework vorstellte. Die Entscheidung des Weltprogramms kam nicht von ungefähr: Kuratoriumsmitglied Alan Jones ist einer der Väter des Modells… Deutsche Premiere hatte das Modell beim Leitungslehrgang im Rahmen der 5. Internationalen Sommerschule im August 2010 in Osterburken.

Die der Darstellung der Programmentwicklungskapitel zugrunde gelegte 58-seitige deutsch-englische Broschüre zum Modell ist im Jahr 2009 erschienen*). Das inzwischen weltweit von über 30.000 Organisationen in allen Bereichen benutzte ganzheitliche Modell bietet der Programmarbeit auf einfachste Art und Weise sowohl eine offene Grundstruktur für ihr Management wie auch einen systematischen Leitfaden zur Qualitätsentwicklung. Obwohl der Fokus der Darstellung auf dem Managementaspekt liegt, kann sie zusammen mit Anleitungen der Leitermappe und Arbeitsblättern der Formularsammlung leicht für eine Selbstbewertung benutzt werden.

Das Modell besteht aus drei ineinander greifenden Komponenten:

  1. den Leitprinzipien zur Qualität der Programmarbeit, die – an die Führung der Organisation gerichtet – die grundsätzlichen Anforderungen für den nachhaltigen Erfolg beschreiben;

  2. dem System der Leistungsbewertung durch die so genannte RADAR**)-Logik (angestrebte Ergebnisse in der Strategie verankern – integrierte Vorgehensweisen entwickeln – Vorgehensweisen systematisch umsetzen – Umsetzung systematisch überprüfen und verbessern);

  3. der aus neun Elementen bestehenden Grundstruktur aus „Befähigern“ (Führung, Strategie, Mitarbeiter, Partnerschaften und Ressourcen, Prozesse) und „Ergebnissen“ (Teilnehmer, Mitarbeiter, Gemeinwesen, Schlüsselergebnisse), mit der die Leitprinzipien und RADAR praktisch umgesetzt werden.

Über den richtigen Einsatz dieser drei Komponenten werden die Instrumente der Programmarbeit sinnvoll aufeinander abgestimmt und ergibt sich eine in sich stimmige Organisationsstruktur. Diese lässt sich dann kontinuierlich verbessern.

In den Leitprinzipien kann man leicht die beim Forum in Australien abgelösten „Six Pathways“ wieder finden. Sie werden in der Grundstruktur mit einzelnen Kriterien verknüpft; zum Teil sind sie dort wörtlich übernommen***). In der graphischen Standarddarstellung werden die Leitprinzipien als „Elektronen“ dargestellt, die den „Atomkern“ umkreisen. Der Atomkern ist selbst wieder strukturiert: RADAR umgibt die Grundstruktur – den „Kern des Kerns“. In der beim Grundlehrgang eingeführten Metapher des Jugendprogramm-Hauses (vgl. S. 9) handelt es sich bei dem Modell und seinen Komponenten um Anleitungen für dessen Planen, Bauen, Instandhalten und Erweitern.

Da die Programmarbeit immer nur ein Teil des Leistungsspektrums eines Programmanbieters oder einer Anbieterstelle ist, sind die drei Komponenten immer entsprechend „zu verzahnen“ (vgl. Kapitel 1). Das Programm muss nicht nur zum Auftrag der Organisation passen, sondern das Management der Programmarbeit auch in das der Gesamtorganisation – insbesondere auf der Führungsebene. Aber auch hier kann die Verzahnung rückwärts wirken: nicht nur die Programmarbeit, sondern die gesamte Organisation profitiert von dieser Arbeit – der Mehraufwand zahlt sich auch hier schnell aus.

Um die Kompatibilität mit dem EFQM-Modell 2010 sicherzustellen, sind die Begriffe fast durchgehend entsprechend bzw. ähnlich der dortigen Definition verwendet; viele stammen aus dem Sprachgebrauch der Unternehmenswelt. Eine Liste der sprachlichen Abweichungen mit ihren Gründen enthält eine entsprechende Anleitung in der Leitermappe, Kurzdefinitionen aller verwendeten Begriffe finden sich im Glossarband bzw. in der Leitermappe.

 

*) Sie kann in Deutschland über die DGQ bezogen werden, die auch eine 32-seitige rein deutsche Ausgabe vertreibt. Eine ausgezeichnete englischsprachige Online-Einführung gibt es auf der Seite http://sites.google.com/site/myfirststepwithefqmmodel2010/.

**) Das sinnträchtige Wort RADAR ist ein Akronym aus den entsprechenden englischen Bezeichnungen: Determine the Results, Develop Approaches, Deploy Approaches, Assess and Refine.

***) Eine Übersicht dieser Zuordnung findet sich in der Tabelle „Leitlinien und Grundstruktur“ an anderer Stelle im Programmarbeitsband.