Der Ablauf des Programmteils Dienst
Das Internationale Jugendprogramm in Deutschland e.V.
Textnummer: 570306
Erstellt am 2008/08/07, zuletzt geändert am 2009/04/14, begonnen am 1997/01/09
Der zweite Abschnitt des Handbuchkapitels zum Programmteil Dienst befasst sich mit dessen Ablaufschritten Vorbereitung, Ausbildung, Aktivität und Gutachten.
Das Internationale Jugendprogramm in Deutschland e.V.
Textnummer:
Erstellt am: 9. Januar 1997, geändert am:
Fotos:
Der zweite Abschnitt des Handbuchkapitels zum Programmteil Dienst befasst sich mit dessen Ablaufschritten Vorbereitung, Ausbildung, Aktivität und Gutachten.
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Prozess
Der Programmteil Dienst umfasst folgende Schritte:
Vorbereitung;
Ausbildung;
Aktivität;
Gutachten.
Vorbereitung
Bevor die Teilnehmer mit ihrer Aktivität für den Programmteil Dienst beginnen, müssen sie sich gründlich mit der Organisation oder der Personengruppe, der sie helfen wollen, beschäftigen und einen Gutachter finden, der bereit ist, sie zu unterstützen. Der Gutachter ist meist ehren- oder hauptamtlicher Mitarbeiter der Einrichtung, bei bzw. mit der die Aktivität durchgeführt wird. Bei einer Gemeinschaftsaktivität einer ganzen Programmgruppe ist das oft deren Leiter.
Was die Teilnehmer bei ihrer Recherche über die Zielgruppe erfahren, hilft ihnen, sich erreichbare und trotzdem herausfordernde Ziele zu setzen. Der Programmleiter der Anbieterstelle (oder der im Leitungsteam für den Programmteil Dienst zuständige Helfer) stellt sicher, dass sich der Teilnehmer seine Ziele zusammen mit dem Gutachter stellt und dass ihr Erreichen mit einer persönlichen Entwicklung verbunden ist. Außerdem ist darauf zu achten, dass Können und Erfahrung den Fokus der gewählten Aktivität bilden und es für diese einen echten Bedarf gibt.
Die Aktivität kann individuell, im Team oder sogar von einer ganzen Programmgruppe ausgeübt werden.
Ausbildung
Manche Teilnehmer wünschen vor dem Beginn ihrer Aktivität eine vorbereitende Ausbildung und viele Organisationen bieten Lehrgänge, die vor einem Freiwilligeneinsatz besucht werden müssen. Die Ausbildung sollte auf jeden Fall bescheinigt werden – insbesondere dann, wenn sie mit einer „richtigen“ Qualifikation verbunden ist.
Die Ausbildung darf nicht mehr als ein Viertel der Gesamtzeit beanspruchen. Ein dreimonatiger Rettungsdienstkurs ist damit keine geeignete Aktivität für den Dienst auf der Bronzestufe, aber sehr wohl für einen Goldteilnehmer, der danach ein Dreivierteljahr im Rettungsdienst mithilft.
Die Aktivität muss auf der praktischen Hilfe für das Gemeinwesen gründen und darf nicht bloß eine Ausbildung beinhalten, die der Allgemeinheit vielleicht später einmal zugute kommt. Viele solche Lehrgänge sind aber sehr gute Aktivitäten für den Programmteil Talente.
Aktivität
Wenn die Recherche beendet, die Ziele gesetzt und die gegebenenfalls notwendige Ausbildung erfolgreich abgeschlossen ist, kann der praktische Dienst beginnen. Die Teilnehmer müssen dabei für eine unbezahlte Tätigkeit, die der Umwelt, dem Gemeinwesen, einer Organisation oder einer Einzelperson hilft, Zeit opfern, über die sie selbst verfügen können.
Der praktische Dienst darf nicht für ein Unternehmen geleistet werden. So ist die Mithilfe in einer Tierarztpraxis nicht möglich, sehr wohl aber der ehrenamtliche Einsatz in einem Tierheim. Er sollte den Großteil des Zeiteinsatzes beinhalten – zum Beispiel den Graben ausheben, die Skateboardgruppe anleiten, im Haushalt der Nachbarin helfen oder sich im Jugendgemeinderat engagieren. Hierzu gehört auch die Teilnahme an Besprechungen, das Organisieren von Hilfsmitteln oder die Mithilfe bei der Vorbereitung einer Veranstaltung.
Leiter, Aufsichtsperson und / oder Gutachter überwachen den gesamten praktischen Dienst und sorgen für den Rahmen um:
Fortschritte zu erörtern;
Anleitung zu erteilen;
beim Lösen von Problemen zu helfen;
das Erfahrungslernen zu fördern;
für Einzelphasen des praktischen Dienstes Ziele zu vereinbaren und Erwartungen zu erörtern;
nötigenfalls über die Auswahl der Tätigkeit zu sprechen.
Gutachten
Um den Programmteil abzuschließen, trifft sich der Teilnehmer mit seinem Gutachter, um über Erfahrungen beim Dienst gemeinsam zu reflektieren und die erbrachten Leistungen zu würdigen. Ziel des Treffens ist es:
den Sinn des speziellen Dienstes im Lichte der Erfahrungen nochmals zu reflektieren;
dessen Nutzen für die betreuende Organisation bzw. das Gemeinwesen insgesamt zu bewerten;
den Teilnehmern bei der Feststellung des persönlichen Gewinns aus ihrer Tätigkeit und der Qualität ihrer Erfahrungen zu helfen.
Mögliche „Einstiege“ sind:
positive Erlebnisse und Erfahrungen;
Vergleich der Gefühle jetzt und bei Beginn;
feststellbare Änderungen bei Einstellungen oder Fertigkeiten;
Umgang mit Schwierigkeiten und Problemen.
Danach wird die Leistung auch im Begleitheft dokumentiert.
Der Programmleiter kann bei der Organisation dieses Treffens helfen oder es, wenn er selbst die Gutachterrolle übernommen hat, auch selbst durchführen. Falls er nicht gleichzeitig Gutachter ist, sollte auch er in einer Schlussreflexion die Erfahrungen und Leistungen mit dem Teilnehmer diskutieren.
